Infos zur neuen
EU-Roaming-Verordnung

Am 01.07.2022 ist eine neue EU-Roaming-Verordnung in Kraft getreten. Die bisherige Roaming-Verordnung wird u.a. in Bezug auf Dienstqualität und Transparenzvorgaben für regulierte EU-Roaming-Tarife erweitert.

Das bedeutet für den regulierten EU-Roaming-Tarif:

Mit dem derzeit gültigen regulierten EU-Roaming-Tarif nutzen Sie Ihren Tarif innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR: EU-Ausland, sowie – vorbehaltlich einer Übernahme der neuen EU-Roaming-Verordnung –  Norwegen, Island und Liechtenstein) zu den gleichen Konditionen wie zuhause in Deutschland. Inklusiv-Minuten, -SMS und -Daten können Sie einfach innerhalb der EWR Länder ohne Zusatzkosten nutzen.

Neu: Seit dem 01.07.2022 können Kunden mit einem regulierten EU-Roaming-Tarif innerhalb des EWR zusätzlich die gleiche vertraglich vereinbarte Dienstqualität (z.B. Datengeschwindigkeit) wie in Deutschland nutzen, sofern im besuchten Netz Mobilfunknetze und Technologien derselben Generation verfügbar sind.

Gut zu wissen: Der regulierte EU-Roaming-Tarif (Roam-like-at-home) hat ab dem 01.07.2022 damit zwei Komponenten: Preis und Dienstqualität.

Leistungen des neuen regulierten EU-Roaming-Tarifs

Tipp

Beispiel mit „Blau Allnet L“

Nutzen Sie im Inland den „Blau Allnet L“ mit 3 GB Datenvolumen inklusive, so können Sie im regulierten EU-Roaming-Tarif aus dem EU-Ausland nach Deutschland, innerhalb des Landes und innerhalb des EU-Auslands telefonieren und SMS versenden und 3 GB Datenvolumen auch im EU-Ausland verbrauchen, ohne dass Ihnen hierdurch zusätzliche Kosten entstehen.

Hinweis: Bei Tarifen mit Datenautomatik greift diese automatisch auch im EU-Ausland. Sie nutzen das weitere Datenvolumen dann zu den Inlands-Konditionen Ihres Tarifs.

Häufige Fragen & Antworten

Neue EU-Roaming Verordnung ab 01.07.2022

Seit dem 01.7.2022 sollen Roaming-Kunden mit einem regulierten EU-Roaming-Tarif beim Roaming innerhalb des EWR zusätzlich die gleiche vertraglich vereinbarte Dienstqualität (z.B. Datengeschwindigkeit) wie zuhause nutzen können, wenn in dem besuchten Netz Mobilfunknetze und Technologien derselben Generation verfügbar sind. 

Die Dienstqualität beim Roaming im EWR hängt immer von den im besuchten Netz unseres Partners erhältlichen Netzgenerationen und -technologien ab. Beispielsweise können bei der Datennutzung im EWR Verschlechterungen im Vergleich zur Nutzung in Deutschland entstehen, weil die technisch verfügbare Übertragungsgeschwindigkeit des besuchten Partnernetzes unter der unseres Netzes in Deutschland liegt. Verschlechterungen können sich auch ergeben, weil die im besuchten Partnernetz verfügbare Netztechnik (z.B. 3G) nicht der im Heimatland entspricht (z.B. 4G). Im Partnernetz nur eingeschränkt verfügbare Netzgenerationen und Netztechnologien und andere Parameter können dazu führen, dass insbesondere das Öffnen von Webseiten, Musik-Streaming, Gaming, Download großer E-Mail-Anhänge oder sonstiger großer Dateien sowie Internet-Anwendungen nicht oder nur eingeschränkt möglich sind. Auch ist es unter Umständen möglich, dass Abruf und Verbreitung von Informationen und Inhalten über Internetanwendungen deutlich verlangsamt sind.

Folgende weitere Faktoren können sich beispielsweise auf die Dienstqualität auswirken:

  • Die Geschwindigkeit
  • Die Latenz (d.h. die Reaktionszeit)
  • Die Verfügbarkeit von Roamingdiensten oder anderen Diensten beim Roaming aufgrund der Verfügbarkeit bestimmter Technologien, der Netzabdeckung oder von Abweichungen aufgrund externer Faktoren (z.B. Topografie)
  • Anzahl der Basisstandorte, Anzahl aktiver Kunden pro Mobilfunkzelle

Beschwerden hinsichtlich der Dienstqualität können Sie an den Blau Kundenservice richten. 

Infos zu den jeweils zur Verfügung stehenden Netzgenerationen innerhalb des jeweiligen Landes können hier eingesehen werden.

Verbindungen zu Nummern von Mehrwertdiensten können beim Roaming zusätzliche Entgelte verursachen. Näheres erfahren Sie hier: https://www.telefonica.de/Mehrwertdienste

EU-Verordnung und betroffene Länder

Die EU-Roaming-Verordnung gilt für EU-Mitgliedstaaten sowie - vorbehaltlich einer Übernahme der neuen EU-Roaming-Verordnung - Island, Liechtenstein und Norwegen.

Bei Aktivierung des regulierten EU Roaming-Tarifes können Sie Ihren Inlandstarif in folgenden Ländern nutzen.

Zone 1 (EU – reguliert): Die jeweiligen Mitgliedstaaten der EU (derzeit: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Französisch-Guayana, Guadeloupe, Griechenland, Irland, Italien, La Réunion, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Martinique, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, San Marino, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vatikanstadt und Zypern) sowie alle weiteren Länder, für die die Preisvorgaben gem. der Verordnung (EU) 2022/612 vom 06.04.2022 in der jeweils gültigen Fassung Anwendung finden (vorbehaltlich einer Übernahme der neuen EU-Roaming-Verordnung Island, Liechtenstein und Norwegen). Soweit die Preisvorgaben gem. der genannten EU- Verordnung in einem Land nicht mehr anwendbar sind, fällt das Land automatisch in die Zone 2 und es gelten der für diese Zone ausgewiesene Preis und andere Vorgaben zur Dienstqualität.

Für Gespräche und das Versenden von SMS aus Deutschland in das EU-Ausland gilt die EU-Roaming-Verordnung nicht.

Die EU Roaming Verordnung gilt nicht für die Schweiz.

Beim Aufenthalt in einem grenznahen Gebiet, aber noch in Deutschland, kann es sein, dass das Handy eine Roaming-Verbindung aufbaut. Meistens liegt es daran, dass an dem Gerät die automatische Netzwahl aktiviert ist. Das Handy sucht sich das stärkste verfügbare Netz, in diesem Fall das des ausländischen Netzbetreibers.
Wir empfehlen, in diesen Regionen Roaming zu deaktivieren oder die manuelle Netzwahl zu aktivieren. Aus den angezeigten Anbietern wird das Netz ausgewählt, in dem GPRS oder LTE möglich ist. Wie es funktioniert, ist im Benutzerhandbuch des Gerätes beschrieben. Auch in unserer Handyhilfe gibt es hierzu Tipps.

Leistungen und Konditionen

Die Informations-SMS mit den Konditionen Ihres Roamingtarifs (Telefonie und SMS Kosten, sowie Kosten bei Datenverbrauch) wird weiterhin bei Einreise in sämtliche Länder verschickt. Außerdem erhalten Sie Informationen über die im besuchten Land möglichen Notrufdienste (ab 01.06.2023) und über das mögliche Risiko höherer Entgelte aufgrund der Nutzung von Mehrwertdiensten.

Zusätzlich erhalten Sie Informationen zum Schutz vor hohen Kosten bei Datennutzung.

Bei der „Fair Use Policy“ (FUP) handelt es sich um Regelungen der Europäischen Kommission zur Verhinderung einer missbräuchlichen oder zweckwidrigen Nutzung von regulierten Roamingdiensten („Regelung der angemessenen Nutzung“). Mit der Abschaffung der Endkundenroamingaufschläge in der Union gelten für die Nutzung von Mobilfunkdiensten im Heimatland des Kunden und beim Roaming in der Union die gleichen Tarifbedingungen. Mittels FUP wird ein Regulativ geschaffen, um eine „Ausuferung“ der Nutzung zu vermeiden. Näheres können Sie den jeweiligen Preislisten entnehmen. Die Roaminganbieter rechnen die Aufschläge im Rahmen der FUP für die Bereitstellung regulierter Datenroamingdienste kilobytegenau ab. Davon ausgenommen sind MMS-Nachrichten, wenn eine Abrechnung pro Einheit erfolgt.

Aufschläge bei SMS und Telefonie sind möglich, wenn der Kunde Nachweise über stabile Bindungen oder den gewöhnlichen Aufenthalt verweigert oder eine missbräuchliche oder zweckwidrige Nutzung durch den Roaminganbieter nachgewiesen wird. 

Ein Aufschlag bei Datennutzung ist möglich, wenn der Kunde Nachweise über stabile Bindungen oder den gewöhnlichen Aufenthalt verweigert oder eine missbräuchliche oder zweckwidrige Nutzung durch den Roaminganbieter nachgewiesen wird bzw. wenn der Kunde ein bestimmtes Datenvolumen überschreitet. 

Obergrenzen bei Überschreitung des Datenvolumens lassen sich nicht allgemein festsetzen.  

Mit folgender Formel kann dies bei offenen Datenpaketen (z. B. Tarife mit einer Datenflatrate) berechnet werden: 

Formel

Beispiel:

Monatliche Tarifgrundgebühr: 23,80 € (20,00 € netto)
Aktueller Großhandelspreis: 2,38 € (2,00 € netto)

Formel

In diesem Tarif könnten also 20 GB im EU-Ausland verbraucht werden. Danach darf ein Aufschlag in Höhe von 2,38 €/GB erhoben werden (bei 1 KB genauer Abrechnung).

Zur Beurteilung der Einhaltung der „Fair Use“ Grenzen bei Telefonie, SMS und Datennutzung können wir Ihren Aufenthaltsort sowie Ihr Telefonie-und Surfverhalten für mindestens 4 Monate verarbeiten und nutzen. Durch das Monitoring wird das Fehlen eines vorwiegenden Inlandsaufenthalts des Kunden im Land des Roaminganbieters oder das Fehlen einer vorwiegenden Inlandsnutzung inländischer Mobilfunkdienste belegt. Solche objektiven Indikatoren müssen über mindestens vier Monate erstellt werden. Es geht dabei lediglich um die geographische Ortung und die Tatsache, dass Anrufe getätigt werden. Die Beachtung Datenschutzrechtlicher Vorgaben hat dabei oberste Priorität.